Pressemitteilungen
Gern stehen wir Ihnen für Presseanfragen über unsere Projekte sowie aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen auf lokaler, Landes- und Bundesebene zur Verfügung.
Sie erreichen unsere Pressekoordination unter: kontakt@solida.jetzt oder +49 162 4760373.
Pressemitteilung vom 27. Oktober 2025
„Wir sind das Stadtbild“
Während Friedrich Merz Dresden besucht, bahnt sich Protest gegen seine rassistischen Aussagen an
Am Dienstag, den 28. Oktober, ruft die Gruppe “solida” ab 16 Uhr gemeinsam mit zahlreichen Dresdner Initiativen unter dem Motto „Wir sind das Stadtbild“ zu einer Demonstration vor der Staatskanzlei (Westseite / Carolaplatz) auf. Anlass ist der Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in Dresden. Mit der Kundgebung wollen sich die Veranstalter klar gegen dessen Worte positionieren, die Menschen mit Migrationshintergrund als „Problem im Stadtbild“ bezeichnen und deren vermehrte Abschiebungen er fordert. Stattdessen soll mit der Demonstration ein Zeichen für Vielfalt, Zusammenhalt und Solidarität in Dresden gesetzt werden.
In der vergangenen Woche fanden bereits in Berlin, Dresden und weiteren Städten Deutschlands Demonstrationen im Kontext der Merz-Äußerungen mit teils über tausend Teilnehmenden statt. In diese Serie reiht sich die erneute Demonstration in Dresden ein, um ein klares Signal zu senden: Rechte Stimmungsmache, Rassismus und gesellschaftliche Spaltung bleiben auch in Sachsens Hauptstadt nicht unwidersprochen.
„Wenn Friedrich Merz über sein ‚Stadtbild‘ spricht, wird deutlich, wen er ausgrenzen will“, heißt es aus dem Orga-Team „Wir stellen uns dieser Erzählung entschieden entgegen und stehen an der Seite von Menschen mit Migrationshintergrund. Sie gehören zu unserer Gesellschaft dazu – und prägen unsere Stadt, unsere Kultur und unser Zusammenleben.“
Die Veranstalterinnen kritisieren, dass rechte Diskurse zunehmend Raum in Politik und Medien gewinnen, während soziale und integrative Strukturen geschwächt werden. “Es wird über ‚Sicherheitsprobleme‘ debattiert und gleichzeitig Projekte zur Gleichstellung und Integrationsarbeit gekürzt“, kritisiert solida. „Wir sagen daher: Friedrich Merz’ Stadtbild ist nicht das Unsere. Wir stehen für Solidarität statt Spaltung.“
Im Rahmen der Demonstration ist ein vielseitiges Programm mit Redebeiträgen und Musik geplant. Im Anschluss an die Auftaktkundgebung führt der Demonstrationszug über die Marienbrücke mit einer Zwischenkundgebung am Schlossplatz zum Kulturpalast, wo gegen 19 Uhr die Abschlusskundgebung stattfindet.
Wir laden alle Medienschaffenden herzlich zur Kundgebung am Dienstag, 28. Oktober, ab 16 Uhr auf der Westseite der Staatskanzlei (Carolaplatz) ein. Im Voraus steht Ihnen außerdem unsere Pressekoordination gern für Rückfragen zur Verfügung.
Pressemitteilung vom 12. Februar 2025
Wie der Wahl-o-Mat®, nur für Spenden- möglichkeiten
Dresdener Organisation solida veröffentlicht online den “solidarischen Spendenfinder”
Viele Menschen wollen sich für Demokratie und eine offene Gesellschaft einsetzen, doch die Vielzahl an zivilgesellschaftlichen Initiativen und Organisationen macht die Orientierung schwer. Gleichzeitig sind viele Projekte durch Mittelkürzungen oder Unterfinanzierung bedroht. Die neue Plattform „Solidarischer Spendenfinder“ bietet eine Lösung: Durch die Beantwortung von vier Fragen schlägt das Online-Tool Personen basierend auf individuellen Interessen und Werten passende Organisationen vor, die für ihre Arbeit auf Spenden angewiesen sind.
Der Spendenfinder richtet sich an alle, die etwas tun möchten. Sei es, weil sie besorgt über die politische Entwicklung sind oder weil sie über wenig Erfahrung mit zivilgesellschaftlichem Engagement verfügen. Er bietet Interessierten die Möglichkeit zu unterstützen, obwohl sie nur wenig Zeit für aktive Beteiligung finden oder gezielt nach Möglichkeiten suchen, ein spezifisches, gesellschaftliches Anliegen zu unterstützen.
“Viele Menschen wollen unterstützen, jedoch fehlt ihnen der Überblick. Sie fühlen sich mit der Suche nach passenden Organisationen und Unterstützungsmöglichkeiten überfordert. Mit unserem Angebot vereinfachen wir diese Suche erheblich.” erklärt das Team von solida, welches hinter dem Projekt steht.
Der Spendenfinder ist bundesweit nutzbar, doch ein besonderer Fokus liegt auf Ostdeutschland, wo rechte Strukturen besonders stark sind und der öffentliche Diskurs dadurch zunehmend vergiftet wird. Hier braucht es gezielte Unterstützung für Initiativen, die sich für ein offenes und faires Miteinander einsetzen. Der Spendenfinder ist unabhängig von Parteien, jedoch keinesfalls unpolitisch – gelistet sind ausschließlich Angebote, die einen gesellschaftlichen Mehrwert bieten.
“Während die Grundwerte unserer Verfassung zunehmend in Frage gestellt werden und demokratische Parteien hierzulande mit der AfD kooperieren, positionieren sich wieder Hunderttausende auf der Straße dagegen. Den Spirit dieser Bewegung möchten wir nutzen und über die Bundestagswahl hinaus in ein langfristiges Engagement für ein solidarisches Miteinander verwandeln.”, begründet solida die Motivation für das Projekt.
Der solidarische Spendenfinder wird stetig erweitert. Über ein Online-Formular können auf der Website weitere Spendenmöglichkeiten vorgeschlagen werden.
Link zum Solidarischen Spendenfinder: https://solida.jetzt/spendenfinder
Pressemitteilung vom 06. Februar 2025
Gruppe “solida” ermöglicht Engagement für Demokratie und gegen Rechts in Dresden und darüber hinaus
Mit “solida – solidarisch in dresden und anderswo” gibt es eine neue demokratische und antifaschistische Gruppierung in der Stadt, die sich gegen Rechtsextremismus engagiert und für demokratische Werte in der Gesellschaft aufruft.
“Letzte Woche hat die CDU sehenden Auges im Bundestag mit Stimmen von Rechtsaußen Mehrheiten für eine Kampfabstimmung organisiert. Damit hat sie versucht, die demokratischen Parteien zu erpressen. In unserer Zeit braucht es noch mehr zivilgesellschaftliches Engagement, das Dammbrüche wie diesen lautstark verurteilt und gleichzeitig aktiv für ein solidarisches Miteinander einsteht.”, heißt es in einer Stellungnahme der Gruppe.
Die Gründung von solida wurde die letzten Monate über vorbereitet. Durch vielfältige Aktionen und Projekte sollen ab sofort Möglichkeiten geschaffen werden, sich gegen rechte Ideologien und für eine offene und demokratische Gesellschaft zu engagieren. Kennengelernt haben sich die Gründungsmitglieder bei der Organisation der Großdemos von „Wir sind die Brandmauer“ 2024 in Dresden, an denen jeweils über 10.000 Menschen teilnahmen. Anlass der Proteste war das vorangegangene Bekanntwerden eines Treffens von AfD-Mitgliedern, Unternehmern und Rechtsextremen, bei dem Deportationspläne eines Teils der deutschen Bevölkerung diskutiert wurden.
„Wir möchten in Dresden und darüber hinaus Demokratie mitgestalten. Unsere ersten Projekte sind schon angelaufen. Mit dem „Solidarischen Spendenfinder“ können Interessierte auf unserer Website nach ihren eigenen Interessen und Werten Spendenkampagnen und Initiativen finden, die Unterstützung benötigen. Darüber hinaus engagieren wir uns aktuell auch im Rahmen des Bündnisses „Dresden WiEdersetzen“ gegen den geplanten Nazi-Aufmarsch zum 80. Jahrestag der Bombardierung Dresden am 13. Februar 1945.“, erklärt solida weiter. Für die nächsten Monate plant die Gruppe darüber hinaus weitere Aktionen und Projekte im Kontext aktueller politischer Entwicklungen.